Am 10. April 2011 stehen in Peru Neuwahlen an. Vom Volk neu bestimmt wird nicht nur das Parlament, sondern auch der Präsident und sein Stellvertreter. Beste Aussichten auf das Amt der Präsidentin hat zur Zeit Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori. Dieser wurde in 2009 wegen Menschenrechtsverletzungen zu einer 25 jährigen Haftstrafe verurteilt. Im wird u.a. vorgeworfen, sich so genannten Todesschwadrone bedient zu haben.
Ausserdem hatte er kurz nach seinem Amtsantritt die beiden Kammern des Parlaments aufgelöst, die Verfassung ausser Kraft gesetzt und für seine dritte Amtsperiode Rechtsbeugung begangen. Unterstützt wurde er dabei von maßgeblichen Militärs. Es wird befürchtet, dass Keiko Fujimori ihren Vater nach gewonnener Wahl sofort begnadigen wird.
Chancen auf das höchste Amt im Staate Peru rechnen sich auch Mercedes Aráoz von der Regierungspartei APRA, Luis Castañeda Lossio (Solidaridad Nacional) und Ollanta Humala (Partido Nacionalista). Letzterer steht in Verdacht, als hochrangiger Militär den Putsch von Alberto Fujimori zumindest wohlwollend gegenübergestanden zu haben.
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